Spiegelbild der Gegenwart
Durch Trauer geprägt lebt in mir ein Geist,
fügt mir Schmerzen zu wie in Unendlichkeit,
ich hasse die Trauer mein ewiges Leid,
möchte ein Leben der Zufriedenheit
ich verachte das Spiegelbild der Gegenwart,
bin überrascht, müde und trotzdem vernarrt,
schleiche umher wie ein Zombie, Scheinleben,
programmiert auf Standby geschieht alles eben,
ich sehe mich nicht mehr, finde keine Spur,
von den Dingen die ich mir selbst einmal Schwur,
bin krankhaft verloren in einer kranken Welt,
die meine Seele sekündlich entstellt,
ich bin stets müde doch kann nicht schlafen,
spiele täglich einen lustigen Affen,
der versucht sich anzupassen,
und innerlich fängt an zu hassen,
ich bin der Tropfen der einmal zischt,
wenn er auf den Ozean trifft,
bin die Leere im Nichts,
ich bin das Wort verzicht,
ich, ich, ich und in Wirklichkeit nicht,
das ist das Problem das aus mir spricht,
ich suche nach Licht,
vergeblich.
© Nils Schirmer 13.3.2010
